Marcumar®

Marcumar® (Phenprocoumon) ist ein Medikament, das in der Leber die Bildung von Blutgerinnungsfaktoren hemmt und damit zu einer „Blutverdünnung“ führt. Die Wirkung setzt daher mit Verzögerung (bis zu 10 Tage!) ein und klingt nach Absetzen des Marcumar® auch genauso langsam ab.

Xarelto®, Pradaxa®,Eliquis® und Lixiana® führen zu einer „direkten“ Blutgerinnungshemmung und wirken daher sofort nach der Einnahme. 12 bis 24 Stunden nach Absetzen des Medikamentes ist die Blutgerinnung wieder normalisiert

 Eine Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten findet bei verschiedene Erkrankungen, z. B. Beinvenenthrombosen, Lungenembolien, Herzrhythmusstörungen statt. Sie erfordert von Patient und Arzt besondere Aufmerksamkeit

Jeder Patient, der mit einer der genannten blutgerinnungshemmenden Substanzen behandelt wird, erhält einen Ausweis (Antikoagulantienausweis, Gerinnungsausweis, Gerinnungspass)

Marcumarpatienten sollten die folgenden Punkte unbedingt beachten:

  • Sie sollten das Marcumar® prinzipiell abends gegen 20.00h einnehmen.
  • In der Einstellungsphase (ca. 14 Tage nach Beginn oder Wiederaufnahme einer Marcumarbehandlung) müssen häufige Blutgerinnungskontrollen erfolgen, um die richtige Dosierung zu finden.
  • Bei stabilen Blutgerinnungswerten können die Kontrollintervalle großzügiger gehandhabt werden, ansonsten sind engmaschige Kontrollen erforderlich.
  • Immer ist eine individuelle Terminabsprache mit dem Arzt oder der vom Arzt beauftragten Arzthelferin notwendig.
  • Die Kontrolltermine müssen unbedingt eingehalten werden, um die Sicherheit der Behandlung zu gewährleisten.
  • Wenn Sie einen Termin nicht einhalten können unbedingt in der Praxis Bescheid geben. Sie erhalten dann die notwendigen Informationen zum weiteren Vorgehen.

Für alle Patienten mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten (Marcumar®,Xarelto®, Pradaxa®, Eliquis®, Lixiana®) gelten die folgenden Hinweise:

  • Durch die gerinnungsverlängernde Wirkung des Medikaments können bereits kleinere alltägliche Verletzungen länger als normal bluten. Im Zweifelsfall ärztlichen Rat einholen!
  • Eine starke Blutung oder ein großer Bluterguss stellt einen Notfall dar und muss stationär im Krankenhaus behandelt werden. Dort kann eine kontrollierte Infusion mit Gerinnungsfaktoren erfolgen, um die Blutung zu stoppen
  • Bei allen stärkeren Blutungen oder notwendigen Operationen (auch Zahnentfernungen) muss der behandelnde Arzt über die gerinnungshemmende Therapie informiert werden.
  • Verständigen Sie sofort Ihren Arzt, wenn es zu außergewöhnlichen Blutungen kommt. Starkes Nasenbluten, große Blutergüsse, Braun- oder Rotfärbung des Urins, Blut beim Stuhlgang (frisches Blut oder teerschwarze Verfärbung), Erbrechen von kaffeesatzartigem Mageninhalt können zu einem Notfall werden!
  • Zusätzliche Medikamente – auch solche die Sie ohne Rezept in Apotheken und Drogerien erhalten, z.B. Schmerzmittel, Abführmittel, Stärkungsmittel und Vitaminpräparate –  sollten Sie nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen!
  • Injektionen („Spritzen“) in die Muskulatur sind zu vermeiden.
  • Injektionen unter die Haut oder in eine Vene können unbedenklich vorgenommen werden.
  • Impfungen sind meist problemlos. Fast alle Impfstoffe können unter die Haut injiziert werden.
  • Akupunkturanwendungen sind problemlos möglich.
  • Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung.
  • Vermeiden Sie Nahrungsexzesse, sie können die Dosierung erschweren.
  • Keine Diäten oder Ernährungsumstellungen ohne Absprache mit dem Arzt!

Wichtige Informationen zur Gerinnungskontrolle:

Die Kontrolle der Wirkung von Marcumar® erfolgt anhand des Quickwertes bzw. der INR.

Der Quickwert eines gesunden, nicht mit gerinnungshemmenden Substanzen behandelten Menschen liegt bei 70-130%, die INR ist dann 1,0. Die INR ist eine empfohlene Einheit zur Bestimmung des Ausmaßes der Gerinnungshemmung, sie erlaubt den Vergleich der Messwerte unterschiedlicher Labors.

Mit kleiner werdendem Quickwert wird die INR größer, d.h. die Gerinnungszeit verlängert sich, die Blutungsgefahr nimmt zu.

Mit zunehmendem Quickwert wird die INR kleiner, d.h. die Gerinnungszeit verkürzt sich, die Thrombosegefahr nimmt zu.

Quickwerte aus unterschiedlichen Labors (mit unterschiedlichen Reagenzien gemessen) sind nicht miteinander vergleichbar!

Beispiele zum INR- bzw. Quick-Wert

INR Beschreibung Quick
1,0-1,5 normaler Wert eines Gesunden ohne Gerinnungshemmung 70-130%
2,0-3,0 Zielwert bei Vorhofflimmern, durchgemachte Venenthrombose 25-35%
2,5-3,5 Zielwert bei den meisten künstlichen Herzklappen 20-30%
3,0-4,0 Zielwert bei Doppelklappenersatz / Mitralklappenersatz 15-25%
>5,0 Dosierung zu hoch, Blutungsgefahr, kurzfristige Kontrolle erforderlich <10%

Suche

Sprechzeiten

MO9:00-12:0015:30-17:30
DI9:00-12:0015:30-18:00
MI9:00-12:00
DO9:00-12:0015:30-18:00
FR9:00-12:00
Kontaktformular
praxispost@harryreuer.de
0711-381492
0711-386529
0711-3820305
Stuttgarter Str. 15
73734 Esslingen
Anfahrt

Corona-Information

Sehr verehrte Patientinnen, sehr verehrte Patienten,

das Land Baden-Württemberg hat mit der „Corona-Verordnung Maskenpflicht in Praxen“ vom 29.05.2020 die Pflicht des Tragens von Mund-Nasen-Schutz verschiedener Kategorien für Arzt, Psychotherapeut, Mitarbeiter, Patienten sowie deren Begleitung angeordnet. Die Verordnung gilt für die Dauer der Corona-Verordnung, voraussichtlich bis 31.8.2020.

Zusammenfassend sieht die Verordnung folgendes vor:

  • Patientinnen und Patienten sowie deren Begleitpersonen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr müssen eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) tragen, wenn dies nicht aus medizinischen oder aus sons-tigen zwingenden Gründen unzumutbar ist.
  • Während der Behandlung sind durch Arzt, Psychotherapeut und Mitarbeiter mindestens ein medizinischer Mund-Nasenschutz „(OP-Maske“) zu tragen.
  • Für die Dauer der Behandlung am oder im Gesicht sowie über die Mund- oder Nasenöffnung müssen die Behandelnden zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit erhöhte Hygie-nemaßnahmen ergreifen, beispielsweise das Tragen von FFP2-Masken. Auch die Patientinnen und Patienten sollen sich bei solchen Behandlungen durch zusätzliche Hygienemaßnahmen, wie beispielsweise das Tragen von FFP2-Masken schützen, sofern dies – bei Behandlungen im oberen Gesichtsbereich – möglich ist.
  • Patientinnen und Patienten haben die MNB selbst zu stellen, für Notfälle ist diese durch die Praxis vorzuhalten.

Ihr Hausarzt Harry Reuer

Corona-Information

Sehr verehrte Patientinnen, sehr verehrte Patienten,

das Land Baden-Württemberg hat mit der „Corona-Verordnung Maskenpflicht in Praxen“ vom 29.05.2020 die Pflicht des Tragens von Mund-Nasen-Schutz verschiedener Kategorien für Arzt, Psychotherapeut, Mitarbeiter, Patienten sowie deren Begleitung angeordnet. Die Verordnung gilt für die Dauer der Corona-Verordnung, voraussichtlich bis 31.8.2020.

Zusammenfassend sieht die Verordnung folgendes vor:

  • Patientinnen und Patienten sowie deren Begleitpersonen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr müssen eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) tragen, wenn dies nicht aus medizinischen oder aus sons-tigen zwingenden Gründen unzumutbar ist.
  • Während der Behandlung sind durch Arzt, Psychotherapeut und Mitarbeiter mindestens ein medizinischer Mund-Nasenschutz „(OP-Maske“) zu tragen.
  • Für die Dauer der Behandlung am oder im Gesicht sowie über die Mund- oder Nasenöffnung müssen die Behandelnden zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit erhöhte Hygie-nemaßnahmen ergreifen, beispielsweise das Tragen von FFP2-Masken. Auch die Patientinnen und Patienten sollen sich bei solchen Behandlungen durch zusätzliche Hygienemaßnahmen, wie beispielsweise das Tragen von FFP2-Masken schützen, sofern dies – bei Behandlungen im oberen Gesichtsbereich – möglich ist.
  • Patientinnen und Patienten haben die MNB selbst zu stellen, für Notfälle ist diese durch die Praxis vorzuhalten.

Ihr Hausarzt Harry Reuer